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Da ich in der Elternzeit kein schlechtes Gewissen haben muss, lasse ich den großen Sohn auch bei kleinen Erkältungen zuhause und schicke ihn nicht ins Bazillenloch Kita. So auch letzte Woche. Seitdem war er 5 Minuten in der Kita, um schnell wieder abgeholt zu werden.

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Erkältungszeit Februar – beide Söhne krank

Es fing mit einem harmlosen Schnupfen an, der nicht mehr weggehen wollte. Folglich sollte er letzte Woche Donnerstag und Freitag zuhause bleiben, um sich auszukurieren. Am selben Nachmittag schmerzte ihn sein rechtes Ohr. Gut, dass die Kinderärztin bis halb sechs geöffnet hat und wir noch einen Termin bekamen. Als wir ankamen, war das Wartezimmer noch immer sehr voll. Die Wartezeit sollte 45 min betragen. Da wir nur 2 Gehminuten vom Kinderarzt entfernt wohnen, wollte ich lieber zuhause warten. Netterweise bot die Schwester an, uns anzurufen, wenn wir losgehen sollen. Ich liebe diese Praxis!

Diagnose: Erkältung mit leichtem Ohreninfekt. Wir sollten Nasenspray geben und Ruhe walten lassen. Gegen ein Oma-Opa-Wochenende sprach nichts – sofern er es ruhig angeht. Für den Notfall gab es Schmerzsaft und ein Antibiotikum. Letzteres haben wir glücklicherweise nicht gebraucht.

Baby 2.0 leidet mittlerweile an seinem zweiten Schnupfen mit dicker Rotznase. Das Baby kann leider noch nicht schnauben, sodass essen, stillen und trinken schwer fallen bzw. abgelehnt werden. Zeitgleich kommen Zahn 3 und 4. Leben am Mamalimit.

Am Samstag klagte er bei den Großeltern über Schmerzen im anderen Ohr, die in der Nacht zu Montag noch schlimmer wurden, sodass er ein weiteres Mal den Schmerzsaft bekommen musste. Ich hatte Angst vor einer heftigen Mittelohrentzündung. Also wurden wir Montag wieder bei der Ärztin vorstellig. Das linke Ohr war noch mehr gerötet als das rechte. Gemeinsam beschlossen wir, weiterhin auf das Antibiotikum zu verzichten und Nasenspray zu geben. Nächster Kontrolltermin folgte am Mittwoch – immer noch rot, er darf aber wieder zur Kita. Donnerstag aber wirklich.

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Krankes Kind zum Fasching?

Da er nur eine Erkältung hatte, die sich lediglich auf seine Ohren schlug, gab die Kinderärztin ihr Ok für die Kita, in der am Dienstag Fasching gefeiert werden sollte. Ein paar Stunden am Vormittag kann er den Kindergarten besuchen. Der Sohn wollte lieber zuhause bleiben – ein klares Zeichen. Er war noch nicht soweit, in die laute Kita zu gehen. So veranstalteten wir unseren eigenen Fasching.

Der große Sohn kleidete sich als Pirat und bekam Bartstoppeln geschminkt. Ich malte mir Schnurrhaare, eine Katzennase und buschige Augenbrauen – sehr zur Belustigung des Hermes-Boten, der ein Paket brachte. Baby 2.0 malten wir ein paar Hörner auf die Stirn. Hihihihi. Zum Frühstück gab es Donuts, die sich der Sohn gewünscht hat. Mein müder großer Sohn machte sogar Mittagsschlaf, ein weiteres Zeichen für seine Krankheit und Schlappheit. Ohrenschmerzen sind doof. Ich bin wirklich sehr froh, dass er Nasenspray so gut annimmt, sodass wir damit keine Probleme haben.

Nach einer Woche wieder Kita – oder auch nicht

Am Donnerstag brachte der Mann den Sohn zur Kita. Juchu, nur noch eine Schnupfnase. Zuhause langweilte er sich schon mit mir und dem Baby-Bruder. Er freute sich, endlich seine Freunde wiederzusehen. Und dann hing dort ein Schild: „Wir haben viele Magen-Darm-Fälle“. Der Mann schickte eine Nachricht, ob er den Sohn wieder mitbringen sollte, las ich nur nicht rechtzeitig, sodass er „Na dann nicht“ hinterher sendete.

Warum eigentlich nicht? Ich schickte ihn gleich wieder zur Kita, um das geschwächte Kind nicht noch Magen-Darm-Viren inhalieren zu lassen. Es sind mehrere Erzieher und Kinder krank (bei ca. 6 Erzieher und 26 Kindern ist das eine ganze Menge!). Weitere zwei Tage zuhause.

Den Baby-Bruder freut es, ich sehne mich auch wieder nach einem ausgeglichenen Kind, das bis zum frühen Vormittag in der Kita war und dann glücklich ausgepowert nach Hause kommt. Ich habe das Gefühl, ihm die Action nicht geben zu können (und zu wollen). Er liebt derzeit Haudegen-Spiele. Sich mit Schwertern und Pistolen zu kabbeln, ist kein Spiel, was ich mag. Muss ich auch nicht.

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Toitoitoi – nächste Woche wird alles besser. Hallo, Kita! P.S. jetzt lache ich ein wenig darüber, dass ich vor einiger Zeit noch darüber schrieb, allein mit zwei Kindern zu sein, von denen eins krank ist. Mittlerweile hat sich unser Leben sehr gut eingespielt und ich kann beiden Kindern einigermaßen gerecht werden. Hoffe ich.