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Das ist gar nicht so leicht. Selbst schlemmt man sich durch Berge von Keksen, Schokolade, Honigbrötchen und Nutella und verweigert dem Heranwachsenden diese Leckereien. Was, Nutella? Das ist das Krisenstichwort Nummer 1 im großelterlichen Hause.

Mamaskind soll zusehen, wie Opa genüsslich in seinen (Weizenbrot-) Toast beißt, der dick mit der guten Butter und dem braunen zähflüssigen Zucker bedeckt ist. Selbes Kind hat natürlich längst seinen Willen entdeckt. kuchen-und-kerze-mamaskind

Kind will Late (Schokolade!) essen

“Late” schallt es aus dem kleinen Hochstuhl am Ende des Tisches (nicht zu verwechseln mit “late” Engl. für “spät” Anm. der Redaktion ;). Omas Ohren klirren, im Zwiespalt zwischen “Nein, du darfst dem Kind auf keinen Fall Nutella geben” und dem glockenähnlichen Betteln des einzigen Enkels. Opa sieht es nicht zu eng und schneidet in einer unglaublich schnellen Bewegung eine Ecke seines Kariesförderer ab und schiebt diese Mamaskind rüber.

Was daran gesund ist? Nichts, höchstens die Einstellung des Opas, mögen manche erfahrenen Eltern denken. Während wir Jungspunde noch unschlüssig sind, ob Bios Rind und zuckerarme (nicht zuckerfreie) Lebensmittel das Beste für unser Würmchen sind, greifen die Großeltern beherzter durch: das Kind entscheidet dort, was es essen möchte.

Damit sind wir nun einverstanden, insofern wir zuhause die gesunde Ernährung umsetzen können. Ich achte vor allem auf sättigende Vollkornprodukte, versuche Weißmehl auf ein Minimum zu reduzieren und verzichte auf Fertigmenüs. Normalerweise…

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Aber auch ich darf zugeben: das ist nicht immer so! Wir erlauben die großelternbestimme Ernährung – winken nichtsdestotrotz mit dem Zeigfinger um vor übermäßigem Süßigkeitenkonsum zu warnen und lassen den 2-Jährigen nun auch ab und zu von unserem Nutellabrötchen abbeißen (natürlich weiß und mit viel Butter)…

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