In der Ernährung und beim Stillen waren meine Söhne als Babys sehr unterschiedlich. Sohn 1.0 hatte Startschwierigkeiten, fand die Brust nur schwer und konnte vorübergehend nur mit Stillhütchen* ernährt werden.

Er hatte sehr mit Bauchkoliken zu tun und schrie viel. Beim zweiten Sohn und meiner Tochter klappte das Stillen auf Anhieb, sie schienen kein vermehrtes Bauchweh zu haben. Nur eine Sache war neu: die Babys spuckten nach jeder Mahlzeit. „Speikinder sind Gedeihkinder“ sagt man. Stimmt das?

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Viel Milch vorhanden – häufiger stillen

Obwohl es mein zweites Kind war und ich den Spruch schon kannte, machte ich mir natürlich Sorgen. Wie kann ich denn Spucken von Erbrechen unterscheiden? Obwohl ich mir sicher war, blieb immer der Gedanke: was, wenn es doch etwas Schlimmes ist? Man liest ja so viel im Internet (das zwar oft hilft, manchmal aber noch mehr verunsichert).

So fragte ich nicht nur meine Hebamme, die mich im Wochenbett betreute, sondern auch die Kinderärztin, die mir nicht nur vom bekannten Spruch sondern auch ihrer Enkelin berichtete, die auch ein Spuckbaby ist. Sie riet: unbedingt weiter stillen!

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Wie ist die Konsistenz?

Ich wurde nach dem Aussehen und Geruch befragt. Es sah aus und roch wie geronnene Milch: ein Zeichen für normales Spucken. Erbrechen würde eher mit Übelkeit einhergehen und das Erbrochenen auch nicht einfach aus dem Baby rauslaufen, wie es beim Spucken der Fall ist.

Ich stillte meinen Sohn häufig, stets nach Bedarf, sodass er immer nur kleine Mengen zu sich nehmen konnte. Auch aufrecht stillen soll gegen das Spucken helfen. Bei uns hat das jedoch nicht funktioniert. Obwohl ich nichts weiter zur Milchbildung unternahm, außer häufiges Anlegen, hatte ich reichlich Milch. Das Spucken wurde erst mit sechs Monaten besser.

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Mein Baby spuckt viel – was hilft?

Was tun, wenn das Baby viel spuckt?

Zuerst mussten wir unseren Molltontuch-Bestand auffüllen. Wir waren entsetzt, wie viel Geld wir für Spucktücher ausgeben sollten, die nur den Zweck hatten, Flüssigkeiten aufzufangen.

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Wir entdeckten bei IKEA sehr billige Geschirrtücher, die wir fortan überall aufbewahrten: auf der Couch, in den Betten, auf der Spieldecke, im Kinderwagen, auf der Schulter. Das sieht natürlich nicht so schön aus wie auf den hübschen Instagram-Bildern, auf denen Babys auf dem Lammfell glücklich glucksen, doch war das der billige Retter in der Not. Wir kauften ca. 40 Stück (Hildegun, 40 Cent / Tuch).

Wer größere Spucktücher bevorzugt, kann einfache weiße Spucktücher* kaufen. Ein paar hübsche Spucktücher* haben wir dennoch besorgt.

Hauptsache, viele Spucktücher!

Wer ein Spuckkind hat, dem ist egal, wie die Tücher aussehen. Wann spuckte er? Besonders häufig nach dem Stillen, manchmal sogar unverhofft. Daher auch überall die Tücher zum Schutz der Betten und Sofas. Unsere Waschmaschine lief sehr oft. Ein Wäschetrockner wirkt wahre Wunder.

Die Tücher legten wir auch irgendwann nicht mehr zusammen, sondern zogen die frischen nur noch aus dem Trockner und packten die schmutzigen in die Waschmaschine. Man findet praktische Lösungen, wenn man muss. Es heißt nicht umsonst: Not macht erfinderisch.

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Bayb spuckt: abwarten!

Da muss man durch. Uns halfen keine Zaubermittel und Tipps, nur das regelmäßige Wäschewaschen. Mein Baby 2.0 war trotz des Spuckens mit den Gewichtswerten immer auf der mittleren Perzentilen, entwickelte sich also wunderbar. Die Kinderärztin sah während der Untersuchungen keinen erforderlichen Eingriff.

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Bei meiner Tochter war das ein paar Jahre später ebenfalls so. Hier machte man sich auch keine Gedanken mehr wegen des Gewichts. Meine Kinder sind alle schlank und gediehen dennoch prächtig. Die Worte meiner ersten Hebamme – zufüttern, wenn mein Baby nicht zunimmt – sowie andere Stillprobleme hatte ich beim zweiten und dritten Kind nicht mehr.