Mein großer Sohn hat ein wunderschönes Kinderzimmer. Wirklich. Nicht zu groß, allerdings auch nicht zu klein. So kam uns eines schönen Tages in den Sinn, wie schön es wäre, wenn beide Kinder nicht nur dort spielen (haha), sondern auch dort schlafen würden (hahaha). Komische Ideen, auf die wir Eltern kommen. Muss der Schlafmangel sein. Das klappt nämlich überhaupt nicht. Wir haben nun ein Familienbett.

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Familienbett mit zwei Kindern – geht jetzt besser

 

Das Doppelbett ist zu klein für uns

Mein Mann beschloss letzte Woche, dass unser Bett zu klein ist. Dauernd schläft Sohn 2.0 bei uns in der Mitte und verdrängt uns nach außen. Eltern wissen, was ich meine. Das Kind liegt bequem, bevorzugt quer, im Bett, während Mama und Papa nach außen getrieben werden und mit 40 cm Liegefläche auskommen müssen. Bestenfalls. So nicht, sagte der scheinbare Herr des Hauses. Das Fass zum überlaufen brachte der erste Sohn, der nun seit zwei Wochen in der Nacht in unser Bett schleicht und seinen Papa zwar nicht zur Weißglut, doch zum nächtlichen Wechsel ins Kinderzimmerbett brachte. Und das ist richtig schön groß! Ein Etagenbett mit zwei 90 cm x 200 cm Matratzen. Warum sollte man in ein überfülltes Bett im kleinen Schlafzimmer wechseln wollen? Weiß ich auch nicht. Vielleicht sollten wir uns heimlich ins leere Kinderzimmer schleichen und dort schlafen?

Einzelbett dazu kaufen = Familienbett

Der Mann zerrte mich zu IKEA, wo wir ein Einzelbett passend zu dem Doppelbett kauften. Doof: die Bettseiten sind höher, sodass wir das Bett nur so stellen konnten, dass wir auf vier Schubladen verzichten müssen. Na ja, kommt man nur noch ran, wenn man Matratze und Lattenrost hebt. Das ist auch nur die kurzfristige Lösung, sagt er zumindest. Er würde gerne selbst ein großes Familienbett bauen. Als ich ihm Susannes Familienbett zeigte, war er sehr begeistert. Ich sehe es ja noch nicht, dass wir unsere Betten durch eine selbstgebaute Bettenlandschaft ersetzen. Der Aufwand! Toll ist es dennoch. Toller wäre es, wenn es noch meine geliebte Bettwäsche IKEA PS 2014 (grau mit bunten Linien) geben würde. Denn Bettwäsche brauchen wir nun immer dreimal.

Letztlich haben wir dadurch statt 1,80 m nun 2,60 m Liegefläche. Das macht theoretisch 65 cm Platz für jeden von uns. Praktisch hat Sohn 1.0 nun 80 cm (im angestellten Bett), 2.0 80 cm (in unserer Mitte) und wir ca. 50 cm. Ob sich das gelohnt hat? Irgendwie dachte nämlich der Große, dass das Bett extra für ihn gekauft wurde. Gedacht war es für den kleinen Sohn, der dort nie ankam, denn nach dem Stillen stehe ich nicht extra auf und lege ihn in das andere Bett. Durchgeschlafen hat 2.0 bisher zweimal. Nachts wird er ca. dreimal wach und sucht unsere Nähe. Glück für unsere Söhne, kuschelig für alle. Familienbett ist eine ganz nette Sache, wenn man zu ausreichend Schlaf kommt. Und keiner Magen-Darm hat. Mein persönlicher Albtraum.

Beim ersten Kind war alles anders

Interessant, wie sich die Situation entwickelt hat. Der erste Sohn schlief mit 12 Monaten im eigenen Bett, wurde nur 13 Monate gestillt und wenig getragen. Bei 2.0 kann ich das alles noch mehr genießen: Kuscheln im Familienbett, das Stillen (auch noch mit 15 Monaten!) und auch das Tragen, das ich mit dem MySol-Tragetuch von Girasol für mich entdeckt habe. So ändert sich alles, so ändert man sicher selbst. Ob es daran liegt, dass es vermutlich unser letztes Kind ist? Legt ihr eure nicht durchschlafenden Kinder zurück in ihre Betten oder genießt ihr auch das Familienbett?