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Seit ein paar Wochen schläft Baby 2.0 in seinem Bett im Kinderzimmer, direkt am Fenster, ein wenig entfernt von seinem großen Bruder. Wie das läuft? Na ja, wie erwartet, wenn das Kind gerne noch nachts gestillt werden möchte: schleppend aber gut für uns.

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Baby 2.0’s Bett steht nun im Kinderzimmer

Der Umzug ins Kinderzimmer

Bisher schlief 2.0 im eigenen Bett neben mir. Ich hatte vor ein paar Wochen das Gefühl, dass wir uns alle gegenseitig wecken. Drei Menschen in einem kleinen Zimmer sind auch eine ganze Menge. Statt eines zaghaften Versuches baute der Mann das Bett dort gleich auf, dieses lässt sich montiert leider nicht durch die Kinderzimmertür tragen. Seit wann ist die Tür so schmal? Nachts das Bett zu uns tragen, weil das alles nicht klappt, fällt also flach. Es muss also funktionieren. Und das tat es, wenn man unsere Situation betrachtet. Baby 2.0 wird mit 13 Monaten nachts weiterhin nach Bedarf gestillt. Dass er in einem anderen Zimmer schläft, ist kein Abstillgrund für mich.

Wir bereiteten den großen Sohn lange darauf vor, der sich sogar freute (das änderte sich aber schnell). Das Babyphone wurde wieder aus der Kiste mit Elektrozeugs gefischt und aktiviert und wir waren alle gespannt, wie die erste Nacht lief.

Einschlaftagebuch: Kind im eigenen Zimmer

Erste Nacht

Nach dem Einschlafstillen wachte er um 1.30 Uhr auf. Es folgte eine Runde Milch und ich legte ihn wieder in sein Bett. Erneut wurde er um 2.40 Uhr wach. Mein Mann holte ihn in unser Bett, 2.0 wurde gestillt. Er machte seinen hübschen Augen erst wieder um 6.30 Uhr auf – in unserem Bett. Ein guter Anfang!

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Zweite Nacht

Selber Ablauf: Einschlafstillen im Kinderzimmer – zum Glück haben wir dort ein Etagenbett zu stehen! Dann wird 2.0 vom Mann getragen, bis sein Kopf zart auf die Schulter des Mannes sinkt, um dann ins Bett gelegt zu werden. Wieder erwachte er nachts um 0.15 Uhr, wurde gestillt und in sein Bett zurückverfrachtet. Nachdem er um 2.00 Uhr wieder Sehnsucht hatte, holten wir ihn zu uns. Anscheinend plagte ihn Bauchweh, bei dem nicht mal stillen half. Neben uns war er jedoch gut aufgehoben.

Dritte und folgende Nächte

Es scheint sich eingepegelt zu haben: er wird gegen 23 – 0 Uhr wach und möchte gestillt werden. Er schläft danach im eigenen Babybett weiter. Gegen 2 – 3 Uhr ist sein Schlaf wieder vorbei und er weint nach uns. Dann holen wir ihn immer zu uns, wo er den Rest der meist kurzen Nacht schläft. Um halb sieben ist auch unser Schlaf spätestens vorbei.

Warum wir ihn nicht beim zweiten Mal ins Bett zurücklegen? Könnte klappen, aber am Anfang funktionierte das nicht. Beim zweiten Versuch (um 2 bzw. 3 Uhr) konnte er bisher nicht in seinem Bett weiterschlafen. Vermutlich wollte er einfach kuscheln und uns in seiner Nähe haben. Total in Ordnung, wir alle fühlen uns damit wohl. Auch unseren großen Sohn möchten wir nicht wecken, indem wir dauernd seinen Schlaf stören, während wir das schlafende Baby ins Bett legen und es schreiend aufwacht. Gute Lösung für alle!

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Gitterstangen im Kinderbett entfernen

Das war nicht schwierig, da die drei Stangen nicht mehr existierten und wir die Lücke behelfsmäßig (Karton, selbstgebastelte Spanholzplatten…) schließen mussten. Diese Übergangslösung funktionierte nicht mehr, als das Bett alleine stehen sollte. Somit entfernten wir nach ca. zwei Wochen auch die Gitterstangen im Bett. In einer Nacht fand ich ich meckernd auf dem Teppich davor, mittlerweile bleibt er nachts im Bett stehen und wartet, bis ich ihn abhole. Tagsüber kann er selbst ins Bett klettern und dort mit seinen Kuscheltieren schmusen. Auch das klappt super!

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Es geht auch ohne Gitterstangen!

Fazit: Kind im eigenen Zimmer

Zügig fanden wir den perfekten Weg für uns. Statt Baby 2.0 immer wieder in sein Bett zu legen, wenn er aufwacht, holten wir ihn nach dem zweiten Nachtstillen zu uns und schliefen viel besser. Wir können das elterliche Schlafzimmer betreten, ohne zu flüstern. Es ist wieder Platz, wir bekommen die Balkontür mehr als 10 cm auf! Unser Bett hat wieder nutzbare Schubladen, an beiden Seiten! Katzen lauern da eh nicht mehr, da wir sie mit der Geburt von 2.0 wieder aus dem Schlafgemach verscheucht haben. Könnte sich ja eine auf das Babygesicht legen. Ersticken durch Katze wollten wir vermeiden aber auch Haare im Babybett. Ein unglaubliches Gefühl – man kann um das gesamte Bett herumgehen und den Balkon betreten.

Baby 2.0 scheint auch viel weniger zu stillen, da die Milchtüte (kann man das so schreiben?) nicht direkt vor seiner Nase hängt. Es ist wie mit Chips, sind sie da, kann man nicht mehr aufhören. So muss das auch für Stillkinder sein. Meist komme ich mit zwei Mal stillen pro Nacht aus, zuzüglich Einschlafstillen. Mehr kommt dazu, wenn der nächste Zahn durchkommt oder das Kind kränkelt. Verständlich. Für uns ist dieser Weg sehr schön. Und irgendwann wird auch das nächtliche Stillen weniger werden oder durch einen Becher Wasser ersetzt werden. Jetzt möchte ich das aber noch nicht. Wir haben noch viel Zeit zum Stillen und genießen es.

Das sagt der große Bruder

Kind 1.0 fragt ab und zu, ob sein Bruder denn da schlafen muss, manchmal fühlt er sich gestört. Ist er in seiner Tiefschlafphase, wird er jedoch nicht mal vom lautesten Gebrüll wach, das sollte also gehen. Wir versuchen langsam eine gemeinsame Vorleseaktion am Abend einzuführen, damit beide gleichzeitig ins Bett gehen. Das ist eine kleine Herausforderung, da der Ältere eher müde wird als der Kleine, der gerne bis halb 11 wach bleibt und unsere wenige Freizeit auf ein Minimum reduziert.

Wir möchten ein Zugehörigkeitsgefühl vermitteln: alle Kinder schlafen im Kinderzimmer, die Eltern im Schlafzimmer. Bisher gab es auch keine ernste Diskussion, dass er den Bruder nicht im Zimmer haben möchte. Vielmehr fanden wir ihn schon nehmen dem Kleinkindbett auf dem Boden schlafend, damit sein kleiner Bruder sich wohlfühlt. Das wird, sage ich euch. Das ist sicher auch gut für die Geschwisterbindung, mit der es anfänglich ein wenig hakte. Irgendwann bereue ich es bestimmt, wenn sie sich gegen uns verbünden…

Und bei euch?

Wie lief der Umzug ins Kinderzimmer bei euch? Wann habt ihr den Schritt gewagt? Seid ihr evtl. rückfällig geworden? Was sagten die Geschwister dazu?

Weitere Entwicklungsberichte 

Sohn 2.0     Mädchen    
Monat 1 Monat 9 Monat 17 Monat 1 Monat 9 Monat 17
Monat 2 Monat 10 Monat 18 Monat 2 Monat 10 Monat 18
Monat 3 Monat 11 Monat 19 Monat 3 Monat 11 Monat 19
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