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Als Mann hat man es oft nicht leicht. Man wird von der sonst so liebevollen Ehefrau angemeckert, warum dies und jenes nicht fertig ist, antwortet ihr genauso liebreizend: “Ich denke selbst daran, du musst mich nicht alle drei Monate daran erinnern!” und hat dazu den Packesel-Job. Das ist natürlich nicht bei alle Männern so, wer möchte schon in eine Schublade gesteckt werden? In Auszügen trifft das aber auf uns zu. Das und noch weiteres. Z. B. die Tatsache, dass das Leben als Mann einer Bloggerin ganz schön ätzend sein kann.

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Das Leben mit einer bloggenden Frau

Leg dein Handy weg, Sarah!

Ich merke es schon am Tonfall und auch an meinem Namen. Nennt er, gemeint ist der Mann, wie ich ihn hier stets beschreibe, mich bei meinem richtigen Vornamen, ist die Lage ernst. Sonst heiße ich Sarii oder auch mal Hase (wenn keiner zuhört). Für mich heißt es dennoch, nur noch dieses eine Foto schießen: “Ach Jungs, guckt doch mal nach hinten, damit man eure Gesichter nicht erkennt, ich möchte ein Foto für den Blog machen!” Während der große Junge es gelassen nimmt, ist es dem Baby natürlich noch egal. Der Mann aber rollt mit den Augen. Das tut er auch, wenn ich “nochmal schnell einen Blogpost schreiben will” und fragt mich, ob das echte Minuten oder Sarah-Minuten sind. Letztere sind in der Regel länger. Das wundert mich übrigens auch. Ist die Situation kurz vor der Eskalation, bafft er mich schon mal mit “Leg dein Handy weg, Sarah!” an. Ist gut, ich will nur “noch schnell” Twitter lesen und die Instagram-Kommentare beantworten. Ja, in Sarah-Minuten.

Mein Mann, Sascha, 28 und Software-Entwickler, hat es also nicht leicht mit mir. Er legt sein Hobby (zufällig zocken…) in die Abendstunden, während ich auch tagsüber meine Social Networks beobachte und aktiv daran teilnehme. Oft sogar. Ja, ich bin gerne informiert und tausche mich gerne online aus. Ich liebe es, Fragen zu SEO zu beantworten und andere Blogs zu lesen. Das geht wunderbar auf dem Smartphone, auch unterwegs oder wenn die Kinder eifrig im Sandkasten buddeln. Er, gemeint ist wieder der Mann, wäre am liebsten für ein Smartphone-Verbot in der Spielzeit der Kinder. Bloß nicht!

Der Mann hinter dem Blog

Und doch tut er so viel, damit der Blog läuft und ich bloggen kann. Er kümmert sich um die serverseitigen Belange, hilft, wenn es irgendwo knallt und programmiert PHP für mich, obwohl er das ganz schrecklich ätzend findet. Er kümmert sich um unsere Jungs, wenn ich noch einen Blogpost schreiben will, hält mir den Rücken frei, indem er Sachen mit ihnen unternimmt, damit ich zusätzliche Freizeit habe. Er ist es, der Fotos von mir für den Blog macht oder mich bei größeren Blogposts wie dem über den Kindersitz Cybex untersützt. Allein wäre das Video nicht möglich gewesen.

Letztlich hat er zähneknirschend viel Geduld und honoriert das, was ich tue. Bloggen hat nämlich sehr viele schöne Seiten, auch für ihn. Nicht nur die Kooperationen, die bisher sehr spannend waren, auch ein möglicher Blogpost spornt mich an, etwas Schönes zu unternehmen, um meinen Lesern tolle Dinge zu zeigen. Er als Draußenmensch mag das.

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Er möchte im Hintergrund bleiben und achtet auch darauf, dass keine zu persönlichen Dinge auf dem Blog landen. Entwicklungsschritte, für deren Veröffentlichung ich bereits angeprangert wurde, zählen wir beide nicht dazu. Die macht immerhin jedes Kind durch. Er ist auch auf einigen Bildern zu sehen. Bevor ich diese online stelle, frage ich ihn jedes Mal, was ich auch bei den Kinderfotos tue. Im Zweifel wird ein fragwürdiges Bild nicht veröffentlicht. Der Mann hinter dem Blog ist zugleich auch wichtig. Ohne ihn hätte ich nicht die Zeit, das in diesem Umfang zu betreiben und auch nicht die Möglichkeit, über manch tolle Geschichte oder Ort zu schreiben. Danke, lieber Mann!

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