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Neue Stadt – neue Betreuungsform. Der Eintritt in den Kindergarten war in Berlin auch sehr schwierig und nervenaufreibend. Wie auch in anderen Städten herrscht in der Hauptstadt Kitaplatz-Mangel! Es war schon in Brandenburg nahezu unmöglich, einen Krippenplatz bzw. Betreuung bei einer Tagesmutter zu erhalten. Damals konnten wir schließlich bei einer sehr lieben Tagesmama unterkommen. Wir erinnern uns: Tagesmutter vs. Krippe. Um den nahtlosen Übergang der Betreuung zu sichern, wälzte ich also Gesetze und Bestimmungen. Ich wurde auf den Staatsvertrag Berlin-Brandenburg aufmerksam, der verschiedene Aspekte, wie z. B. Wohnsitz und Umzug zwischen den Bundesländern, behandelt.

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Kindergarten in Berlin: Kitaplatz-Mangel

Staatsvertrag Berlin-Brandenburg

Aha! Wer von Brandenburg nach Berlin umzieht, sollte innerhalb von zwei Monaten den Umzug an das Bezirksamt gemeldet werden. Interpretiert habe ich aus den nächsten Zeilen: Umgezogene (nicht Ungezogene…) werden bei der Kitaplatz-Vergabe bevorzugt. Denkste! Wir sollten wieder auf Wartelisten gesetzt werden und klapperten schließlich das Internet nach privaten Tagesmüttern ab. 

Private Tagesmutter

Private Tagesmütter setzen ihre Preise selbst fest und halten sich nicht an die Gebührentabelle der Stadt – daher auch privat ;-) Dann fing das Staunen an. Einige boten keine Ganztagsbetreuung an, viele andere hatten keinen freien Platz. Die wenigen, die noch Kapazitäten hatten, konnten natürlich ihre Preise in die Höhe treiben. Damit habe ich auch gerechnet, aber 1.000 € für die Betreuung meines Kindes? Die Betreuungskosten sollten sich plötzlich verfünffachen? Diese Summe wollten wir dann doch nicht investieren. Was man davon alles kaufen kann!

Mit der neuen Wohnung…

… kam auch der Kitaplatz? In unsere potentielle Wohnung sollte im Erdgeschoss eigentlich eine Kindertagesstätte einziehen. Die Verträge mit dem Vermieter waren wohl nahezu abgeschlossen und auch wir willigten schnell der schönen Wohnung zu. Immerhin hatten wir auch den Kita-Platz in Aussicht! Denkste! Die Wohnung haben wir seit einigen Wochen. Das Erdgeschoss steht noch heute leer. Die Kita durfte wegen der Angst des Vermieters vor möglichen Anwohnerbeschwerden (Lautstärke!) nicht einziehen. Wer weiß, was wirklich vorgefallen ist. Immerhin ist angrenzend ein großer Abenteuerspielplatz, von dem die Geräusche nicht weniger stark auf das Wohnhaus prallen.

Virales Online-Marketing

Das Internet (es sei gepriesen!) hat uns schließlich gerettet. Über ein Kleinanzeigenportal wurden wir auf jemanden aufmerksam, der seinen Kita-Platz abgeben wollte. Das kam uns sehr dubios vor (welche Eltern geben so etwas denn bekannt? In der Regel kümmert sich doch die Kita selbst um die Weitervergabe?). Nach kurzem Schriftverkehr erhielten wir schließlich die Kontaktdaten der Kindergartenleiterin. Bzw. zukünftigen Leiterin. Die Kita war noch nicht fertiggestellt! Für uns hieß das, wir bekamen den Platz, sollten am Anfang jedoch Elternarbeit leisten (Reinigung, Aufräumen etc.).

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Bei Vertragsabschluss erfuhren wir schließlich auch, dass es sich um eine biologisch-vegetarische Kita handelt (Anm. der Redaktion: ist nicht jede Nahrung biologisch?). Das bedeutet für das Kind: Gesundes Essen in der Kita, frische Salate, orientalisches Couscous und… manchmal auch ungesundes Essen mit Freischein zuhause.

Fazit

Ohne Fleiß kein Preis! Mamaskind ist gut untergebracht – dazu später mehr – und Mama kann sich nun nach einem tollen Online Marketing Job in Berlin umschauen…

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