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Martin

Martin ist als zweifacher Papa (2006 & 2010) nicht nur Profi-Vermittler, sondern verfolgt auch eigene Interessen, die seine Technikliebe aufblühen lassen. Quadrocopter und ferngesteuerte Autos lassen das Bastlerherz des Software-Entwicklers höher schlagen. Bastelt er nicht an technischem Kram, nimmt er den Stift in die Hand und tobt sich auf dem Papier künstlerisch aus - mit Bildern oder gewählten Worten.

Papa 31. Juli 2017

Meine alten Kinder – die schöne Zeit nach der Kleinkindphase

Ich bin neulich gefragt worden, wie es sich denn mit so “alten” Kindern lebt. Nun ist meine Tochter gerade mal sieben, mein Sohn elf Jahre alt. Trotzdem haben wir in den letzten elf Jahren so viel erlebt, hat sich so viel verändert, dass ich mich immer sehr alt fühle, wenn ich das Alter meiner Kinder nenne. Ich kann mich noch sehr gut an die ersten Minuten meines Vaterlebens erinnern. Aber niemals hätte ich für möglich gehalten, was Kinder so mit einem anstellen.

Papa 20. Januar 2017

Ein drittes Kind? Nicht mit uns. Oder doch?

Tja, Kinder, ich bin ein bisschen in der Bredouille. Eigentlich wollte ich ja einen geharnischten Artikel darüber schreiben, warum wir uns gegen ein drittes Kind entschieden haben. Kühl und analytisch wollte ich euch darlegen, warum ein weiteres Mäulchen an unserem Tisch schon aus ökonomischen Gründen nicht sinnvoll ist. Ja, ich meine, überlegt mal, wie teuer so ein Kind ist! Da gehen tausende Euro allein für die Erstausstattung drauf. Und sobald es auf der Welt ist, kostet ein Kind schon ungefähr genauso viel wie ein Erwachsener. Das Geld wird lediglich für Windeln und Breichen ausgegeben, statt für Stulle und Bier (oder Mate). Später kommen Kitagebühren, Hortgebühren, Taschengeld, hippe Klamotten und Klassenfahrten dazu. Da hätte man schon mal anfangen können, für die Rentenzeit Brennholz zu sammeln.

Familie 7. November 2016

Diese Erziehungsmethode funktioniert garantiert – oder auch nicht

Geben wir es doch ruhig zu: Kinder erziehen ist verflucht schwer (ich wollte eigentlich noch ein drastischeres Adjektiv benutzen, aber Sarah hat jetzt eine Fluchkasse und ich bin gerade klamm). Das war schon immer so, die Probleme haben sich bloß verschoben. Vor 100 Jahren war die Hauptsorge: “Wie bekomme ich meine Kinderschar satt?”, heute geht es darum, die Kinder fit für die immer komplexere und schneller drehende Welt da draußen zu machen. Die Erziehungsarbeit ist dabei voller Widersprüche: Mein Kind soll folgsam sein, gleichzeitig aber auch einen freien Willen entwickeln. Es soll bestimmt und selbstbewusst auftreten, aber auf keinen Fall aggressiv sein. Unsere Kinder sollen in erster Linie Kinder sein, müssen sich aber gleichzeitig auf das Erwachsenenleben vorbereiten, dessen soziale Komponente in Ermangelung anderer Probleme (wie Hunger, Krankheit und Armut) heute komplexer ist denn je.

Kind & Karriere, Papa 21. Juli 2016

Große Pläne, Vaterschaft und die Diagnose: Erschöpfung

Auf Arbeit immer fade schinden, wirst irgendwann du schade finden.

Icke

Große Pläne

Wir schreiben den 29. Juli 2004. Ich stehe schick angezogen in einem Labor meiner Fachhochschule und verteidige meine Diplomarbeit. Die Zuschauer haben viele Fragen, ich beantworte alle souverän. Die Professoren ziehen sich kurz zur Beratung zurück. Dann bekomme ich – neben vielen Glückwünschen – meine Diplomurkunde überreicht. Auf dem Zeugnis steht die Note 1,0 – Jahrgangsbester in Regelstudienzeit. Eine Auszeichnung vom VDI folgt. Einen Arbeitsvertrag habe ich auch schon unterschrieben. Den Job will ich aber nur kurz machen, mal reinschnuppern in die Arbeitswelt, ein paar Erfahrungen sammeln. In zwei, drei Jahren geht es dann richtig los. Ein eigenes Unternehmen soll es werden. Ideen habe ich viele – nur kein Geld und keine Mitstreiter. Aber das kommt schon noch. Ich habe große Pläne und sehe mich als der nächste Mark Zuckerberg oder Elon Musk. Warum auch nicht, bei dem Abschluss?

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